[ Stand: 03 August 2017 - 13:27 Uhr ]

Häusliche Gewalt wurde lange Zeit bagatellisiert und tabuisiert. Den Opfern stand dementsprechend kein besonderer Schutz zur Verfügung.

© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Die Installierung des Gewaltschutzgesetzes (GewSchG), das seit dem 1.Januar 2002 in Kraft ist, ist ein Erfolg in der Bekämpfung von Gewalt im häuslichen Bereich. Parallel dazu wurde das Polizeigesetz und Ordnungsgesetz NRW geändert. Das GewSchG ist ein neutrales Gesetz und gilt grundsätzlich für jede Person, die Opfer häuslicher Gewalt wird.

"Wer schlägt, muss gehen." ist die Kernaussage dieses Gesetzes. Und weil in über 80% der bekannt gewordenen Fälle Frauen die Opfer sind, ist es auch richtig zu sagen: "Der Täter geht, die Geschlagene bleibt."

Vor diesem Hintergrund und vor dem Hintergrund des neuen GewSchG wurde 2003 der „Runde Tisch gegen häusliche Gewalt an Frauen und deren Kindern“ im Rhein-Erft-Kreis ins Leben gerufen.

Aktuell besteht er aus vier Arbeitsgruppen:

  • AG „Verfahrensabläufe vor dem Hintergrund des Gewaltschutzgesetzes“
  • AG „Mädchen und Jungen als Miterlebende von häuslicher Gewalt“
  • Organisationsteam „Anonyme Spurensicherung (ASS)“
  • Koordinationsteam

Auf der Homepage des „Runden Tisches gegen häusliche Gewalt an Frauen und deren Kindern“ – www.gegef.de – sind aktuelle Veranstaltungen, Aktionen, sowie weitere Informationen abrufbar.

Ebenso können hier die Notfallkarten in neun Sprachen heruntergeladen werden. Bei der Gleichstellungsstelle können sie in Papierform angefordert werden.

Weitere Informationen sind bei der Gleichstellungsstelle der Kreisverwaltung unter 02271/83-11910 erhältlich.