Grußwort zu den Jüdischen Kulturwochen Rhein-Erft vom 23.09. – 25.11.2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie halten das Programmheft zu den Jüdischen Kulturwochen Rhein-Erft in Ihren Händen.

Am 11. Dezember 321 gestattete Kaiser Konstantin durch ein Edikt die Berufung von Juden in Ämter der Stadtverwaltung von Köln. Dieser erste urkundliche Beleg für die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Deutschland steht am Anfang einer wechselvollen Geschichte –auch im Rhein-Erft-Kreis.

Einer Geschichte mit tiefen Zäsuren und Brüchen. Aber auch einer Geschichte der Vielfalt und der Bereicherung in allen Lebensbereichen – in Gesellschaft, Wissenschaft oder Kultur.

Das Jubiläum der Ersterwähnung jüdischen Lebens hierzulande ist Anlass für ein bundesweites deutsch-jüdisches Festjahr. Der Rhein-Erft-Kreis begleitet gemeinsam mit den 10 kreisangehörigen Städten sowie weiteren Institutionen in der Zeit vom 23.09. – 25.11.2021 mit den Jüdischen Kulturwochen Rhein-Erft dieses Festjahr.

Gerade in der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, jüdisches Leben und jüdische Kultur sichtbar zu machen. Mit den vielfältigen Veranstaltungen möchten die Akteure der Jüdischen Kulturwochen den Menschen in der Region die jüdische Kultur in Vergangenheit und Gegenwart näher bringen und zeigen, was Jüdinnen und Juden in den vielen gemeinsamen Jahren zur Gesellschaft und zum kulturellen Leben beigetragen haben. Dadurch sollen Begegnungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Menschen in unserer Gesellschaft ermöglicht werden. 

Ich möchte mich bei allen Beteiligten für das große Engagement, das ein solches Kulturfestival erfordert, bedanken.

Mein ausdrücklicher Dank gilt hier dem Verein 321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V. sowie den Gremien des Rhein-Erft-Kreises, welche die Jüdischen Kulturwochen Rhein-Erft finanziell unterstützen.

Ich wünsche Ihnen bei diesem außergewöhnlichen Kulturfestival viele erlebnisreiche, nachdenkliche, aber auch vergnügte Stunden und Begegnungen.

Frank Rock
Landrat