Brühl

November

Zoom Kino, Uhlstraße 3

DAS VERGANGENE IST NICHT TOT

D 1988, Regie: Heribert Blondiau, Länge 43 Min

In diesem Film beleuchtet der Filmemacher Dr. Heribert Blondiau die Ereignisse in Brühl anhand zahlreicher Erinnerungen von damals. Jüdische Zeitzeugen, die Ende der 80er Jahre in Israel, Amerika und Köln lebten, berichten vom faschistischen Alltag, von ihren Kindheitserinnerungen, vom Katholizismus und auch von der Reichspogromnacht.  Aber auch christliche Zeitzeugen, Briefzitate und ein örtliches SA-Protokoll bilden ein umfassendes Bild der Zeit.  Dr. Heribert Blondiau, selbst Brühler Bürger, setzt dabei eigene Erinnerungen der berichteten und recherchierten Wirklichkeit aus.  Ein Zeitmosaik, das in seiner Wirkung bis in unsere heutige Zeit hineinreicht und veranschaulicht: ‚Das Vergangene ist nicht tot‘.Eintritt frei.  Der Regisseur wird anwesend sein.‘

Vorverkaufsstellen: 

  • Zoom Kino 

Veranstalter: Zoom Kino
Tel: 02232 79 21 70
E-Mail: info@zoomkino.de

Freitag, 22. Oktober 2021 
bis
Dienstag, 09. November 2021

Museum für Alltagsgeschichte
Kempishofstr. 10 & 15

© Folkert Frels

Das Leben ehemaliger Brühler Jüdinnen und Juden

Das Museum für Alltagsgeschichte zeigt Einblicke in das Leben ehemaliger Brühler Jüdinnen und Juden und informiert über die Vergangenheit in Brühl. Das Museum wurde 1995 als Pendant zum kurfürstlichen Lustschloss Augustusburg gegründet, das den „ewigen Sonntag“ der Geschichte symbolisiert. Diesen Sonntag genoss allerdings nur eine hauchdünne Oberschicht.

Die Brühler Bevölkerung durfte zwar die Steine für den Schlossbau herbeischleppen, hatte aber keinen Zutritt zu den endlosen Festivitäten. Mit Unterstützung der Kulturstiftung des Landes Nordrhein-Westfalen konnte das 1744 erbaute, auch für die Hausforschung bedeutende Fachwerkgebäude, in der Brühler Altstadt originalgetreu wiederhergestellt werden. Die umfangreiche Sammlung zur Kultur- und Sozialgeschichte von Günter Krüger, der bis zu seinem Tod im Jahr 2009 künstlerischer Leiter des Museums für Alltagsgeschichte und des Brühler Keramikmuseums sowie Verfasser zahlreicher kulturhistorischer Werke war, hat hier ihre Bleibe.

Eintrittspreis: 

  • 2,50 Euro

Vorverkaufsstellen: 

  • Museum für Alltagsgeschichte


Veranstalter: Museum für Alltagsgeschichte 
Tel: 02232 455 40
E-Mail: marie-luise.sobczak@netcologne.de

Sonntag, 24. Oktober 2021, 11.00 Uhr

Zoom Kino, Uhlstraße 3

© Folkert Frels

„Swimmingpool am Golan“,

deutscher Dokumentarfilm von der bekannten Schauspielerin Esther Zimmering, in dem sie der Geschichte ihrer Vorfahren in Israel und der DDR nachspürt.

Als die 12-jährige Esther Zimmering begreift, dass sie doch noch mehr Verwandte hat als die bisher bekannten aus ihrer heimatlichen DDR, ist es um ihre Heimat schon geschehen: Die Mauer fällt. Für Esther bringt die Wende zunächst wenig Angenehmes – auf einmal gibt es in ihrer Schule Neonazis, die sie als Jüdin und Kommunistin beschimpfen. Seitdem wird Israel zu einem Sehnsuchtsort für sie, und ihre Cousins und Cousinen dort zu ihren Vorbildern.

Der Film begleitet tagebuchartig Esthers Reise zu sich selbst und zu ihren Wurzeln. Dieser Weg führt sie zurück in die Vergangenheit ihrer Großmutter zur Nazizeit in Berlin, dann zur Gründung zweier Staaten, an der Mitglieder ihrer Familie mitbeteiligt waren (Israel und die DDR), und schließlich in ihre eigene Zukunft, in der ihre jugendlichen Schwärmereien über Israel gründlich revidiert werden. Gemeinsam mit ihrem Vater, der auch im Film mitwirkt, wird Esther Zimmering die Filmvorstellung begleiten.

Eintrittspreis: 

  • 5 Euro 
  • freier Eintritt für Schüler*innen, Auszubildende und Studierende 

Vorverkaufsstellen: 

  • Zoom Kino 


Veranstalter: Museum für Alltagsgeschichte
Tel: 02232 455 40
E-Mail: marie-luise.sobczak@netcologne.de

Freitag, 29. Oktober 2021, 18.00 Uhr

Begegnungszentrum margaretaS
Heinrich Fetten-Platz

 

„Masel Tov Cocktail“ – Dimitrji Liebermann

Dima, 16, ist Sohn russischer Einwanderer, Schüler am Gymnasium und er ist Jude. Das wäre nicht der Rede wert, wenn nicht alle ständig darüber reden würden. Dima führt uns durch sein Zuhause: Eine Hochhaussiedlung mitten im Ruhrgebiet. Wie sind seine jüdische Familie und er dort gelandet? Sein Weg durch die Stadt und durch eine Vielzahl von Begegnungen mit Menschen die alle eine Haltung zu Juden, zum Judentum, zu dem, was sie für erwähnenswert halten, haben. Vom naiven Philosemitismus, über Ignoranz, Zionismus bis zum Antisemitismus erlebt Dima wie im Zeitraffer, was in Deutschland zum Judentum gedacht und laut oder leise gesagt wird.

Filmvorstellung mit anschließendem Austausch.

Eintrittspreis: 

  • frei
Veranstalter: pax Christi - Gruppe
Tel 02232 44720
E-Mail: kragl.besse@t-online.de

Donnerstag, 04. November, 19.30 Uhr

Galerie am Schloss, Schloßstr. 25 

© Folkert Frels

Rabi Rothschild

Der Berliner Rabbiner Walter Rothschild, Weltbürger, Autor, Eisenbahn-Spezialist und Kabarettist erzählt aus seinem Leben und singt leider Lieder. Er ist nicht nur ein außerordentlicher jüdischer Gelehrter, sondern ebenso begnadeter Geschichtenerzähler, mit Britisch-Jüdischem Witz, Charme und Biss. Begleitet wird er vom Komponisten und Pianisten Max Doehlemann unter dem am Klavier. Zusammen bringen die beiden Künstler ein witziges, nachdenkliches, in jedem Fall kurzweiliges Programm auf die Bühne.

Eintrittspreis: 

  • 5 Euro 

Vorverkaufsstellen: 

  •  brühl-info, Uhlstr. 1, 50321 Brühl


Veranstalter: Stadt Brühl
Tel: 02232 79 2650
E-Mail: tickets@bruehl.de

Freitag, 05. November 2021

Begegnungszentrum margaretaS
Heinrich Fetten-Platz

© Folkert Frels

Rabbiner Walter Rothschild im Gespräch Verantwortung als Prinzip

„Bin ich der Hüter meines Bruders?“ Diese Frage hallt seit biblischer Zeit durch die Jahrhunderte und fragt nach der Verantwortung des Menschen. Menschen stehen nach biblischer Weisung in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen und den Schrei der Verwundeten zu hören. Der Blick in die Geschichte zeigt jedoch, dass Menschen sich ihrer Verantwortung allzu oft verweigert haben, in eklatanter Weise in der Zeit der Nazi-Diktatur.

Im November wird der Opfer der NS-Terrorherrschaft gedacht. Wer erinnert, muss Verantwortung übernehmen. Was beinhaltet die Wahrnehmung der Verantwortung konkret in heutiger Zeit?

Eintrittspreis: 

  • frei

Veranstalter: pax Christi - Gruppe
Telefon: 02232 44720
E-Mail: kragl.besse@t-online.de

06.11.21, 11 Uhr: Rathaus (Uhlstr.3)
(Dauer: ca. 90 min) 

07.11.21, 14:30 Uhr: Max-Ernst Brunnen (Uhlstr.3)
(Dauer: 2 Stunden) 

07.11.21, 15 Uhr: Jüdischer Friedhof, Schildgesstraße 

(Wir bitten um Kopfbedeckung bei männlichen Teilnehmern für den jüdischen Friedhof)  

in Kooperation mit der Brühler Initiative
für Völkerverständigung
(thematisch auf den jüdischen Friedhof bezogen)

© Folkert Frels

Stadtführungen

Zwei bekannte Brühler Stadtführerinnen werden Einblicke in die Lebensumstände der Brühler Juden über die Jahrhunderte hinweg, gewähren. Die Stadtführungen handeln insbesondere über die Vertreibung und Vernichtung der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus.

Eintrittspreis: 

  • 06.11.21, 11 Uhr – 3 Euro
  • 07.11.21, 14:30 Uhr – 3 Euro
  •  07.11.21, 15 Uhr – frei

Vorverkaufsstellen: 

  • brühl-info, Uhlstr. 1, 50321 Brühl
  • Zur Teilnahme ist eine Anmeldung unter tourismus@bruehl.de / 02232 79 345 / brühl-info erforderlich
  • Teilnahmegebühr bitte passend in Bar zur Führung mitbringen

Veranstalter: Stadt Brühl
Tel: 02232 79 2650
E-Mail: tourismus@bruehl.de

Dienstag, 09. November 2021, 19.30 Uhr

Franziskanerhof, Leamington-Spa-Platz

© Folkert Frels

Schweigegang

In der Pogromnacht am 9. November 1938, die wegen der vielen zersplitterten Glasscheiben damals verhöhnend „Reichskristallnacht“ genannt wurde, beginnt die brutalste Form der Judenverfolgung, der 65 Jüdinnen und Juden aus Brühl zum Opfer gefallen sind. Durch diesen Schweigegang soll bezeugt werden, dass die Erinnerung an die Opfer der NS-Terrorherrschaft in Brühl lebendig ist. Schritte zur Versöhnung sind nicht durch Verdrängen und Vergessen möglich, sondern nur durch Erinnerung an die Leiden aller Opfer von Terror und Gewalt.

Eintrittspreis: 

  • frei

Veranstalter: Brühler Initiative für Völkerverständigung
Tel: 0159/03951848
E-Mail: bifv@riseup.net