[ Stand: 22 November 2022 - 13:48 Uhr ]

Rhein-Erft-Kreis und kreisangehörige Kommunen betrachten Wirtschaftsförderung und Strukturwandel als Einheit und gleichzeitig aus neuen Perspektiven

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Rhein-Erft-Kreis

Auf Einladung der Kreisverwaltung fand am 15. November 2022 ein Treffen mit den Wirtschaftsfördererinnen und Wirtschaftsförderern der kreisangehörigen Kommunen, dem Büro MUST und dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Peter Vieregge statt. Hintergrund des Treffens ist das Projekt „Raumperspektive Rhein-Erft“, mit dessen Erarbeitung die Kreisverwaltung das Kölner Büro MUST beauftragt hat. Die Raumperspektive hat das Ziel, einen Kompass und Handlungsleitfaden für eine räumliche Neuausrichtung der Region mit integrierter Wirtschaftsbetrachtung zu erstellen.

„Uns ist wichtig, dass das Endergebnis des Projektes ein informelles Planungsinstrument auf einer Flughöhe zwischen kommunaler Bauleitplanung und Regionalplanung darstellt, ein gemeinsames Leitbild für den Rhein-Erft-Kreis bietet und eine integrierte, räumliche Strategie für die verkehrliche Infrastruktur, die Siedlungsentwicklung und die grün-blauen Strukturen aufzeigt. Dabei spielt der wirtschaftliche Aspekt eine entscheidende Rolle“, erklärt Torsten Heerz, Dezernent für Regionale Entwicklung und Strukturwandel beim Rhein-Erft-Kreis.

Professor Vieregge präsentierte erste Ergebnisse einer wirtschaftlichen Analyse des Kreises und diskutierte diese mit den Wirtschaftsförderinnen und Wirtschaftsförderern im Kreis. Dabei ging es vor allem um die Frage, welche ökonomischen Kernkompetenzen, Defizite und Potenziale der Rhein-Erft-Kreis vorzuweisen hat und wie Wertschöpfungsketten die wirtschaftliche Strategie des Kreises positiv beeinflussen können.

Vieregge clusterte in seiner Analyse Themenbereiche wie Energie, Logistik, Wasserstoff und Nahrungsmittelindustrie und stellt erste Überlegungen an, wie eine datengetriebene Wirtschaftsförderung der Zukunft aussehen könnte. Die zukunftsträchtigen Kernthemen sind dabei die Bioökonomisierung, also die Kreislaufwirtschaft und die Digitalisierung. 

Die Ergebnisse der Studie mit den wirtschaftlichen Analyseergebnissen von Prof. Dr. Vieregge und dem Büro MUST werden Mitte des Jahres 2023 erwartet.