[ Stand: 25 Mai 2022 - 16:49 Uhr ]

Flyeraktion der INitiative für mehr ArtenVielfalt im Rhein-Erft-Kreis (INAV)

© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Die INitiative für mehr ArtenVielfalt im Rhein-Erft-Kreis (INAV) gibt den Menschen im Rhein-Erft-Kreis mit ihrem Flyer „Schottergarten – Was tun“ praktische Lösungsansätze für mehr ArtenVielfalt an die Hand. Gemeinsam mit Landrat Frank Rock und Kreisumweltdezernent Uwe Zaar, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern oder ihren Vertretern und den kommunalen Ansprechpartnern zum Thema Schottergarten, wurde der Flyer im Kreishaus nun der Öffentlichkeit vorgestellt.

Jeder kennt ihn inzwischen – den Schottergarten. Ob bei Nachbarn, Kollegen, unter Verwandten – oder den eigenen. Und die ganz unterschiedlichen Diskussionen darüber kennt inzwischen auch fast jeder: Mal ist er beliebt, weil er vermeintlich wenig Arbeit macht und „ordentlich“ oder sogar „schick“ aussieht. Mal ist er verpönt, da er grau, leblos und so gut wie versiegelt ist. Die Beweggründe, einen Schottergarten anzulegen, ähneln sich meistens, egal ob bei Seniorinnen und Senioren, Familien, Alleinstehenden oder berufstätigen Paaren: wenig verfügbare Zeit, kaum Interesse, wenige Gartenkenntnisse oder nachlassende Kräfte und Handicaps mit zunehmendem Alter.

Der Trend zum Schottergarten hält an und nimmt inzwischen so viel Fläche ein, dass die nachteiligen Folgen spürbar werden und Kommunen die Notwendigkeit der Gegensteuerung sehen. Nachteilige Auswirkungen gibt es vor allem auf das städtische Klima durch Aufheizeffekte, fehlende Sauerstoffproduktion und Luftreinigung sowie eine fehlende CO2-Bindung, aber auch auf die öffentliche Kanalisation durch zu hohen Abfluss von Niederschlägen statt Versickerung in den Boden, und auch auf die städtische Insekten- und Vogelvielfalt durch fehlende Pflanzen und Blüten. Mittlerweile klären so manche Flyer zum Thema auf oder Bebauungspläne oder Satzungen werden mit Einschränkungen zu Schottergärten versehen. Doch fehlen dabei meist wichtige und einfache Tipps zu pflegeleichten, preiswerten und einfach umsetzbaren Alternativen oder sogar zum Rückbau eines einmal angelegten Schottergartens. Diese einfachen Tipps für die praktische Umsetzung hat sich der Flyer „Schottergarten – Was tun“ zum Ziel gesetzt, der aktuell von der INitiative für mehr ArtenVielfalt im Rhein-Erft-Kreis, herausgegeben wurde. In dieser Initiative haben sich seit 2019, alle Städte im Kreisgebiet, die Biologische Station Bonn/Rhein-Erft e.V. und der Rhein-Erft-Kreis kooperativ zusammengeschlossen und sich die Förderung der Biodiversität und insbesondere den Schutz von Insekten im inner- und außerstädtischen Raum zum Ziel gesetzt.

Die Idee des Flyers ist einfach: Es werden ganz praktische Anleitungen zur Aufwertung eines Schottergartens für drei Varianten S = kleinster Aufwand, M = mittelleichter Aufwand und L = größerer Aufwand gegeben und jeweils fünf pflegeleichte und insektenfreundliche Pflanzenarten für sonnige oder eher halbschattige bis schattige Standorte genannt. Je nach eigenen Möglichkeiten und Wünschen kann eine Variante ausgesucht und in wenigen Schritten preiswert umgesetzt werden.

Wie eine solche Umsetzung erfolgen kann, zeigte Landrat Frank Rock gemeinsam mit Bürgermeisterin Susanne Stupp aus Frechen, Bürgermeister Sascha Solbach aus Bedburg und Kreisumweltdezernent Uwe Zaar. Gemeinsam gestalteten Sie unter Anleitung von Diplom Geografin Anja Pflanz aus dem Amt für Kreisentwicklung, Ökologie und Klimafolgenanpassung mit Spaten und Gießkanne die letzte Schotterfläche am Kreishaus um. Dabei wurden einige Lagen Schotter freigelegt und Pflanzen verwendet, die auch im Flyer zu finden sind.

Landrat Frank Rock betont: „Wer seinen Schottergarten zurück zu bauen möchte, um ihn in einen lebendigen und vor allem pflegeleichten Garten umzuwandeln, dem wird dieser Flyer sicher eine gute Orientierung sein. Mit jeder noch so kleinen Maßnahme kann man die Biodiversität nachhaltig fördern.“

„Nachhaltiges Leben in Ihrer Stadt fängt vor der eigenen Haustür an, die INAV zeigt mit ihrem Flyer wie einfach das gehen kann“ ergänzt Umweltdezernent Uwe Zaar.

Der Flyer ist gedruckt in allen Rathäusern oder online auf den Internetportalen der Städte im Kreis, der Biologischen Station Bonn/ Rhein-Erft e.V. und des Rhein-Erft- Kreises erhältlich.

Den direkten Link finden Sie hier: https://www.rhein-erftkreis. de/sites/default/files/rek_inav_faltblatt_final_screen.pdf