[ Stand: 14 Dezember 2021 - 00:00 Uhr ]

Kreis kritisiert geänderte Erlasslage

© Rhein-Erft-Kreis, Der Landrat

Der Rhein-Erft-Kreis nimmt die durch den gestern ergangenen Erlass geänderte Sachlage mit Blick auf die Auffrischungsimpfungen und den dort genannten Mindestabstand von vier Wochen zur Kenntnis. Die im Erlass genannte Frist Mindestfrist von vier Wochen ist weder inhaltlich schlüssig begründet (mangelnde Stringenz) noch für medizinisch ausreichend belegt (mangelnde Evidenz). Ein Beispiel: Für den Kreis stehen damit auf einen Schlag mehr als 150.000 Personen deren Auffrischungsimpfung mehr als vier Wochen zurückliegt knapp 15.000 Impfdosen gegenüber. Hier wird seitens des Landes eine Nachfrage geschaffen, die schon aus der Zahl des begrenzt zur Verfügung stehenden Impfstoffes nicht zu bedienen ist - abgesehen von fehlenden personellen Ressourcen. Bei diesbezüglichen Rückfragen zu diesen und anderen Fragen wenden Sie sich bitte an die Hotline des Ministeriums 0211-855-0.

Landrat Frank Rock betont: "Menschen ohne eine Vorerkrankung sollten sich im Rahmen der freien Sprechstunden oder anderweitigen Impfangeboten nicht derartig früh eine Auffrischungsimpfung geben lassen. Ich appelliere an die Menschen hier im Kreis, darauf zu achten, die eh schon verknappten notwendigen Ressourcen für Personen freizuhalten, deren Zweitimpfung schon länger als 4 bis 16 Wochen zurückliegt und die eine Auffrischungsimpfung für Ihren Immunschutz dringender benötigen."

Das MAGS hat im Übrigen mittlerweile eindeutig klargestellt: „Vier Wochen Abstand seien nur die "Untergrenze", keinesfalls eine generelle Empfehlung“, nach dieser Zeit bereits eine Auffrischungsimpfung in Anspruch zu nehmen.