[ Stand: 05 April 2022 - 16:55 Uhr ]

Die Strahlenschutzkommission empfiehlt für den Fall der Freisetzung radioaktiven Jods infolge eines schweren Reaktorunfalls die Verteilung von Jodtabletten.

©

Stillfx, Adobe Stock

Für einen solchen Fall sind bei den kreisangehörigen Kommunen Kaliumiodidtabletten in ausreichender Anzahl gelagert.

Unabhängig von der kostenfreien Verteilung im Falle eines schweren Reaktorunfalls können Sie die Jodtabletten grundsätzlich in Apotheken käuflich erwerben.

Eine Selbstmedikation mit hochdosierten Kaliumiodidtabletten birgt jedoch erhebliche gesundheitliche Risiken. Weder die zu frühe noch die zu späte Einnahme der Kaliumiodidtabletten ist wirksam.

Die Kaliumiodidtabletten schützen nicht vor einer Strahlung die von außen auf den Körper trifft, oder vor der Wirkung anderer radioaktiver Stoffe außer Jod, die in den Körper aufgenommen worden sind. Daher sollten die Kaliumiodidtabletten keinesfalls vorsorglich sondern nur dann eingenommen werden, wenn die Katastrophenschutzbehörden dazu ausdrücklich auffordern.

Weitere Informationen erhalten Sie:

Auf der Website des Bundesamts für Strahlenschutz:

https://www.bfs.de/DE/themen/ion/notfallschutz/notfallschutz_node.html

Auf der Website des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz: https://www.jodblockade.de/

Auf der Website des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe:

https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Tipps-Notsituationen/Gefahrstoff-Freisetzung/gefahrstoff-freisetzung_node.html